ZITAT DES TAGES (6. Dezember 2021)

Dies sind die drei Lebensstadien, über die auf verschiedene Weise gesprochen wurde. Zuerst denken wir: „Ich bin der Körper“; in den Veden heißt das „Aham Dehâsmi“. Dann: „Ich bin diese individuelle Seele“; das ist die menschliche Qualität. Dann gelangen wir zu: „Ich bin Gott – Aham Brahmâsmi“; das ist die göttliche Qualität. Swami hat euch das auch noch anders erläutert: Ihr seid nicht eine Person, sondern drei: die, für die ihr euch selber haltet, die körperliche Ebene; die, für die andere euch halten, die mentale Ebene; die, die ihr wirklich seid, die Ebene des Atman. Sathya Sai Baba, Botschaft für den Westen, S. 25  

ZITAT DES TAGES (5. Dezember 2021)

Bewusstes (conscious), Gewissen (conscience) und Bewusstsein (consciousness) – diese drei Begriffe muss man verstehen. Bewusstsein bezieht sich auf Caitanya, was der allgegenwärtige höchste Geist, die eine, alles durchdringende Wirklichkeit ist. Aus ihr geht das Gewissen hervor, das die innere Stimme der Wahrheit ist. Das Gewissen ist die Seele, der Funke des Göttlichen. Es bezieht sich auf die verschiedenen Werkzeuge, die Instrumente. All dieses in der Welt kann „Bewusstes“ genannt werden, denn alles ist Teil des bewussten Seinszustandes. Sathya Sai Baba, Botschaft für den Westen, S. 25  

ZITAT DES TAGES (4. Dezember 2021)

Devotee: Swami, was ist die beste Weise, sich auf die Welt zu beziehen? Sai Baba: Denkt nicht über die Welt nach. Verbringt keine Zeit damit, über eure Beziehung zu Einzelnen oder zur Welt nachzudenken. Das sind alles vergängliche Verbindungen, die mit dem Körper zu tun haben. Der Körper gleicht einer Wasserblase, der Geist einem verrückten Affen. Folgt weder dem Körper noch euren Gedanken und Gefühlen (mind). Folgt dem Gewissen. Es steht über der Gedanken und Gefühlswelt und ist dauerhaft. Es ist die Stimme Gottes, der unwandelbaren Wahrheit in euch. Sathya Sai Baba, Botschaft für den Westen, S. 24  

ZITAT DES TAGES (3. Dezember 2021)

Der Mensch sollte den Menschen erforschen. Die Harmonie von Gedanke, Wort und Tat macht den Menschen aus. Heutzutage gehen die Gedanken in eine Richtung, die Worte in eine andere und die Handlungen in noch einmal eine andere Richtung. Deshalb gibt es keine vollständige Menschlichkeit, keinen Verhaltenskodex. Ihr müsst also Manieren entwickeln. Wir leben in der Welt, in der Gesellschaft und sollten uns deshalb auf eine Weise verhalten, welche die Gesellschaft nicht vor den Kopf stößt. Sathya Sai Baba, Botschaft für den Westen, S. 19  

ZITAT DES TAGES (2. Dezember 2021)

Die Menschen kommen hierher und verkünden: „Ich will geistigen Frieden; ich will Frieden.“ Aus wie vielen Worten besteht der Satz: „Ich will Frieden“? „Ich will Frieden“ … das sind drei Worte. „Ich“ ist Ego, „will“ ist Wunsch. Beseitigt das Ego und das Wünschen, und ihr habt Frieden. Weil wir Ego und Verlangen entwickeln, haben wir keinen Frieden. In dieser Welt gibt es keinen Frieden. Friede (englisch: peace) ist ein inneres Empfinden. Im Außen gibt es nur Scherben (pieces, pieces, pieces). Dort ist Trennung. Ihr müsst deshalb versuchen, mit Frieden, Glückseligkeit und Stille in eurem Herzen zu leben. Sathya Sai Baba, Botschaft für den Westen, S. 18  

ZITAT DES TAGES (1. Dezember 2021)

Unser spirituelles Herz gleicht einem Schloss, der Geist (mind) einem Schlüssel. Wenn ihr euren Geist auf die Welt richtet, erhaltet ihr Bindung, wenn ihr ihn auf Gott richtet, erhaltet ihr Loslösung. Ihr müsst deshalb euren Geist auf das Herz ausrichten und das Herz Gott zuwenden. Dies ist die wichtigste spirituelle Übung (sâdhana), die alle durchführen müssen. Sathya Sai Baba, Botschaft für den Westen, S. 18  

ZITAT DES TAGES (30. November 2021)

  Versucht herauszufinden, wer ihr seid. Dies ist mein Körper, dies ist meine Hand, dies ist mein Kopf. Aber wer bin ich? Das ist die erste Frage. Dies ist mein Körper – deshalb bin ich nicht der Körper. Dies ist mein Taschentuch – das Taschentuch kann also von meiner Person getrennt werden. Ich bin nicht das Taschentuch. Ebenso ist dies mein Körper. Ich bin nicht der Körper. Wer bin ich? Ich bin Gott, ich bin Gott, ich bin Gott. Der Verstand (mind), der Körper und so weiter sind alles Instrumente. Glaubt nicht einen Augenblick lang, dass ihr der Körper seid. Solange ihr euch mit dem Körper identifiziert, wird Lust entstehen. Der Körper gleicht einem Gewand, das ihr tragt. So wie ihr eure Kleidung wechselt, so verändert sich auch euer Körper. Gebt euch deshalb nicht mit dieser Kleidung ab. Kümmert euch um die Göttlichkeit im Inneren. Sathya Sai Baba, Botschaft für den Westen, S. 17  

ZITAT DES TAGES (29. November 2021)

Länder wie Amerika, Russland und andere erforschen derzeit den Weltraum und die Wissenschaft entwickelt sich sehr schnell. Aber nichts wird getan, um die Sinne zu beherrschen. Menschen, die den Weltraum erforschen, begeben sich nicht einmal einen Zentimeter weit auf die Reise nach innen ins Herz. Der Mensch ist fähig, gleich einem Vogel am Himmel zu fliegen und gleich einem Fisch im Wasser zu schwimmen, aber er hat nicht gelernt, wie ein Mensch auf der Erde zu leben. Was bringt es Gutes, wie ein Vogel oder Fisch zu leben? Ihr lebt auf der Erde und solltet wie ein Mensch leben. Sathya Sai Baba, Botschaft für den Westen, S. 16  

ZITAT DES TAGES (28. November 2021)

Wenn wir unangemessene Dinge hören, unangemessene Dinge sehen und darüber sprechen, wird unser ganzes Herz verschmutzt. Nehmt als Beispiel eine Kamera. Die Linse wird jedes Objekt fotografieren, auf das sie gerichtet ist. Unser Geist (mind) gleicht der Kameralinse. Wenn ihr euren Geist unangemessenem Hören, Sprechen und Sehen zuwendet, prägen sich diese Bilder eurem Herzen ein. Haltet euer Herz rein, indem ihr euch Gott zuwendet. Sathya Sai Baba, Botschaft für den Westen, S. 14  

ZITAT DES TAGES (27. November 2021)

Ihr sprecht von Freundschaft. Was ist Freundschaft? Der wahre Freund ist Gott. Alle anderen Freundschaften halten nur, solange man etwas daraus gewinnen kann. Sie sind kurzlebig. Solange es einem Menschen gut geht, hat er Freunde. Wenn das Geld und die Jugend verschwunden sind und es ihm schlecht geht und er ruiniert ist, hört die Freundschaft auf. Solange der Teich voll Wasser ist, versammeln sich dort die Frösche. Wenn der Teich austrocknet, sind keine Frösche mehr zu sehen. Wenn wir solch vergängliche Freundschaften pflegen, verschwenden wir unser ganzes Leben. Sathya Sai Baba, Botschaft für den Westen, S. 14  

ZITAT DES TAGES (26. November 2021)

Verschwendet keine Zeit! Viele Menschen verschwenden sogar hier (in Prasanthi Nilayam) ihre Zeit. Verschwendete Zeit ist verschwendetes Leben! Durch Zeitverschwendung entwickelt man Faulheit. Faulheit ist wie Rost und Staub. Deshalb solltet ihr unter keinen Umständen Zeit verschwenden. Was für schlechte Eigenschaften ihr auch haben mögt, ihr müsst euch von ihnen befreien. Nachdem ihr an einen so heiligen Ort wie diesen gekommen seid, müsst ihr versuchen, euch wenigstens von einigen eurer schlechten Gewohnheiten zu befreien. Sathya Sai Baba, Botschaft für den Westen, S. 13  

ZITAT DES TAGES (25. November 2021)

Ihr müsst zum Verständnis gelangen, warum ihr hierhergekommen seid. Ihr kommt hierher, nachdem ihr viel Geld ausgegeben habt, und verschwendet dennoch eure Zeit, indem ihr herumschlendert und euch auf unnötige, sinnlose Gespräche einlasst. Bitte erkennt, dass Zeit das Wichtigste ist. Nichts ist so kostbar wie Zeit. Wenn ihr eure Gesundheit verliert, könnt ihr sie durch verschiedene Maßnahmen zurückgewinnen. Wenn ihr euer Vermögen verliert, könnt ihr es durch verschiedene Bemühungen zurückerhalten. Aber wenn ihr Zeit verloren habt, könnt ihr nicht einmal eine einzige Sekunde zurückbekommen. Jeder Mensch und jedes Ding in der Schöpfung – alles – wird vom Strom der Zeit getragen. Weil alle vom Strom der Zeit getragen werden, solltet ihr euch nicht an wertlose Dinge binden. Es gibt nur Einen, der alle beschützt, und das ist Gott! Haltet deshalb an Gott fest. Sathya Sai Baba, Botschaft für den Westen, S. 12  

ZITAT DES TAGES (24. November 2021)

Heutzutage glaubt der Mensch, sein Leben bestehe aus Sinnesfreuden, und verschwendet deshalb seine Zeit. Ihr müsst erkennen, dass dies in Wirklichkeit ein tierisches Verhalten ist. Ihr müsst Charakter entwickeln. Der Mensch widmet dem Charakter derzeit nicht viel Aufmerksamkeit. Ohne Charakter ist der Mensch wie ein Tier. Tiere haben viele „Ehemänner“ und „Ehefrauen“. Wenn auch der Mann beziehungsweise die Frau viele „Ehefrauen“ oder „Ehemänner“ hat, ist er oder sie schlimmer als die Tiere. Ihr müsst also die Einstellung von „ein Ehemann, eine Ehefrau“ entwickeln. Sathya Sai Baba, Botschaft für den Westen, S. 12  

ZITAT DES TAGES (23. November 2021)

Wir haben diese kostbare Geburt als Mensch erhalten und müssen deshalb erkennen, was Menschlichkeit bedeutet. Mensch bedeutet „Geist“ (manas, mind) und „Geist“ bedeutet Wünsche. Die Folgen der Wünsche mögen gut oder schlecht sein. Ihr erfahrt in eurem täglichen Leben die Konsequenzen dieses Guten oder Schlechten. Deshalb müsst ihr als Erstes erkennen, dass ihr ein Mensch seid. Da wir als Mensch geboren worden sind, müssen wir uns bemühen, entsprechend unserer menschlichen Werte zu leben. Was Nahrung, Schlaf und Vergnügen betrifft, hat das menschliche Verhalten viel mit Tieren gemeinsam. Wir essen, schlafen und genießen Sinnesfreuden auf ähnliche Weise wie Vögel, Tiere und andere Geschöpfe. Welcher Unterschied besteht dann zwischen dem Leben als Mensch und dem Leben anderer Tiere? Was ist der Sinn des menschlichen Lebens? Viele Menschen denken nicht darüber nach. Weil wir als Mensch geboren worden sind, müssen wir wie Menschen leben. Disziplin, Manieren, Verhalten und Kleidung: In all diesen vier Bereichen müssen wir uns wie Menschen verhalten. Heutzutage leben wir sehr stark das Leben von Tieren. Wir glauben, die Aufgabe des Menschen bestehe im Genießen von Sinnesfreuden. Das ist keine wahre Menschlichkeit. Mitgefühl, Liebe, Anpassung, rechtes Handeln, Manieren, Verständnis – diese Qualitäten sollten die Menschen entwickeln. Sathya Sai Baba, Botschaft für den Westen, S. 11  

ZITAT DES TAGES (22. November 2021)

Solange die Erkenntnis des Selbst nicht erreicht wird, ist das Leben sinnlos. Letztlich ist Gottes Gnade alles, was man braucht. Wir sollten den Weg der Hingabe (bhakti) praktizieren, indem wir aus ganzem Herzen zu Gott beten. Dafür gibt es keinen Ersatz. Gebet ist der einfachste Weg zur Hingabe. Es ist der einzige Weg. Der Geist (mind) ist der Schlüssel für Bindung oder Befreiung des Menschen (manayevamanushyáná, káranan bandhamokshayo). Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 123  

ZITAT DES TAGES (21. November 2021)

Im Ramayana sind Ravana, Kumbhakarna und Vibhishana Geschwister. Kumbhakarna steht für Trägheit (tamoguna), Ravana für Leidenschaft (rajoguna) und Vibhishana für Reinheit (sattvaguna). In jedem menschlichen Körper wird das Ramayana durch diese drei Grundeigenschaften von Neuem inszeniert. Die Zerstörung der Leidenschaft (Ravana) und der Trägheit (Kumbhakarna) ist Teil der Thematik. Die verbleibende Tugendhaftigkeit (sattvaguna) ist eine Opfergabe zu den göttlichen Lotosfüßen des Herrn (hari). Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 121  

ZITAT DES TAGES (20. November 2021)

Die Erkenntnis des Selbst (átmajnána) wird nicht durch Übung erlangt. Es gibt nur einen Weg dahin, und der besteht darin, Geist und Herz mit reiner Hingabe (bhakti) an Gott zu füllen. Man kann Leidenschaft (rajoguna) und Trägheit (tamoguna) überwinden, sich in Reinheit (sattvaguna) festigen und die Frucht der Handlung aufgeben. Aber das ist keine Garantie für das Erlangen von Selbsterkenntnis. Es lehrt uns, dass die Grundeigenschaften Leidenschaft, Trägheit und Reinheit (rajastamosattvaguna) verschiedene Formen desselben Samens sind. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 121  

ZITAT DES TAGES (19. November 2021)

Der Mensch sollte zuerst sein Ego (ahamkára) und später seine Anhaftungen und Schwäche (ásakti) überwinden. Das Ego kann durch Friedfertigkeit überwunden werden. Anhaftung kann durch das Aufgeben des Erwartens der Frucht einer Handlung und durch Reinheit (sattvaguna) besiegt werden, indem die Frucht der Handlung Gott zu Füßen gelegt wird. Wenn Reinheit im Leben ihren festen Platz hat, wird auch die Frucht der Handlung beständig und nimmt die Form von Ruhm an. Aber auch diese Frucht muss man als wertlos betrachten. Der Mangobaum isst nicht seine eigene Frucht. Wie schön, süß und saftig die Frucht auch sein mag, ihre Süße besteht darin, dass der Baum seine eigene Frucht nicht isst. Opfer ist süßer als Genuss. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 121  

ZITAT DES TAGES (18. November 2021)

Handeln mit und ohne Eigenschaften (saguna-karma und nirguna-karma), Liebe, Weisheit (jnána) und Hingabe (bhakti) bilden eine Einheit. Sogar wenn eine Tätigkeit mit Eigenschaften beginnt, muss sie die Stufen zur Eigenschaftslosigkeit aufsteigen. Ansonsten erreicht die Handlung keine Vollkommenheit. Das ist die Verbindung von Eigenschaft (saguna) und Eigenschaftslosigkeit (nirguna). Beides wird letztlich zu ein und demselben. Es ist wie die Beziehung zwischen Flamme und Feuer. Wenn man die Glocke läutet, schwingt das Echo in der Eigenschaftslosigkeit. Was ist jetzt Eigenschaft (saguna), was Eigenschaftslosigkeit (nirguna)? Eigenschaftslosigkeit und Eigenschaft ergänzen sich; das eine kann ohne das andere nicht existieren. Das Anschlagen der Glocke ist Saguna, ihr Echo Nirguna. Es ist ein Beweis für Form (sákára) und Formlosigkeit (nirákára). Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 119  

ZITAT DES TAGES (17. November 2021)

Eigenschaft (saguna) und Eigenschaftslosigkeit (nirguna) sind untrennbar. Wer seine Aufgaben (karma) immer pflichtbewusst erfüllt, bietet in der Tat Gott seine Verehrung dar. Aber die Verehrung sollte in der rechten Absicht und mit Hingabe geschehen. Rezitiert Gottes Namen mit einem lebendigen Gefühl der Hingabe, während ihr eure Aufgaben erfüllt. Das Opfern von Blumen ist eine Form des rituellen Gottesdienstes (pújá). Jede geopferte Blume sollte von Hingabe durchtränkt sein. Ohne das Gefühl von Hingabe ist es, als würde man statt Blumen Steine auf den Weg des Lichts legen. Also ist Hingabe der wichtigste Faktor. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 119  

ZITAT DES TAGES (16. November 2021)

Es genügt, wenn man Gott voller Andacht auch nur ein Blatt, eine Blume oder eine Frucht darbringt. Gott fragt nie, wie viel Zeit ihr damit verbracht habt, ihn zu verehren oder welche Gabe ihr ihm dargebracht habt. Das ist nicht wichtig. Die Absicht hinter der Handlung zählt. Gottes Gnade richtet sich nicht nach dem Umfang der Opfergabe. Am allerwichtigsten ist es, begierig nach Gott zu sein. Dieser Tatsache sollten wir uns immer bewusst sein. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 117  

ZITAT DES TAGES (15. November 2021)

Ein Korn Sorghumhirse (Jowar) ist teils gelb und teils rot. Wenn man die Körner röstet, gehen sie auf und nehmen wunderschöne Formen an. Ihr könnt den großen Unterschied sehen, wenn ihr ein normales Korn neben ein aufgeplatztes legt. Der Unterschied entsteht nur durch den Kontakt mit dem Feuer. So nimmt auch jede Tat durch das Hinzufügen des göttlichen Namens eine andere Dimension an. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 117  

ZITAT DES TAGES (14. November 2021)

Ein Blitz kann Dunkelheit für einen Augenblick in Licht verwandeln. Aber kann Dunkelheit jemals von selbst nach und nach zu Licht werden? Das ist nicht möglich. Genauso wird das Leben nur dann mit wundervoller Energie angefüllt und jede Tat geläutert, wenn alle Handlungen mit Gottes Namen verbunden sind. Wenn man jede Tat, ob gut oder schlecht, Gott zu Füßen legt, verstärkt sich ihre Wirkung. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 115  

ZITAT DES TAGES (13. November 2021)

Kabir war ein Weber. Er ging beim Weben ganz in seinem Gesang auf. Die Essenz seines Gesangs war, dass er für Gott webte. Diese Vorstellung kam aus seinem Herzen. Wie die Vorstellung einen innerlich läutert! Wie rein und friedvoll wird das Leben, wenn Gottesbewusstsein erst einmal in das Herz eindringt! Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 115  

ZITAT DES TAGES (12. November 2021)

Sogar eine alltägliche Handlung wird zu einem heiligen Werk, wenn sie Gott geweiht ist. Das ist eine Erfahrung. Betrachtet Gott als euren Gast. Wenn wir Gäste erwarten, säubern wir das Haus und bereiten viele köstliche Speisen zu. Was für einen Unterschied es macht, wenn wir den Gast als Gott betrachten! Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 111  

ZITAT DES TAGES (11. November 2021)

Der Eine, der allwissend und allgegenwärtig ist, der in allen drei Zeitperioden und an allen Orten – oben, in der Mitte und unten – anwesend ist, ist der allmächtige Gott in seiner Gesamtheit (virátrúpa). Dieser Allmächtige ist in seiner Totalität sogar in einer kleinen Statue oder einem Zellteilchen gegenwärtig. Der winzigste Tropfen des Ozeans des Nektars besitzt dieselbe Süße wie das gesamte Meer. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 109  

ZITAT DES TAGES (10. November 2021

Wir verwenden häufig die Worte ‚Universum‘ (vishva) und ‚Welt‘ (jagat). Der Planet Erde ist ein kleiner Bestandteil des Universums. Wir sind nicht einmal in der Lage, diesen kleinen Teil zu verstehen. Obwohl der Planet Erde groß erscheint, ist er verglichen mit dem gesamten Universum nur ein winziger Teil. Das gesamte Universum ist nur eine Facette von Gottes Schöpfung. Auf der anderen Seite ist die Zeit. Die bis jetzt verstrichene Zeit beträgt vielleicht nicht mehr als zehntausend Jahre, je nach dem Blickwinkel, aus dem wir sie betrachten. Die Zukunft entzieht sich unserer Vorstellungskraft. Obwohl die historisch überlieferte Zeit zehntausend Jahre beträgt, ist es für den Menschen schwierig, die Grenze von einhundert Jahren zu überschreiten. Wie winzig diese Erde im Vergleich zum unendlichen Universum ist! Gemessen an der Zeitspanne der Unendlichkeit sind zehntausend Jahre entsprechend sehr wenig. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 109  

ZITAT DES TAGES (9. November 2021

Sowohl in weltlichen als auch in spirituellen Angelegenheiten ist es schwierig, etwas ohne Konzentration zu erreichen. Wenn man fokussiert ist, herrscht kein Mangel an Möglichkeiten. Mit zunehmendem Alter verschärfen sich die geistigen Fähigkeiten des Menschen. Eine Frucht zum Beispiel wird gelb, wenn sie heranreift. Wenn sie langsam verrottet, wird sie erst sehr weich und schließlich schwarz, aber der Same im Inneren wird immer härter und stärker. Das Selbst – der Atman – ist die 0uintessenz des äußeren Körpers. Er ist der Same. Nach und nach sollte das eigene Erinnerungsvermögen stärker werden. Jemand könnte behaupten, er verliere sein Gedächtnis wegen seines Alters. Erkennt, dass eure Weisheit, euer Wissen, euer Gedächtnis allesamt euer Same, der Atman, sind. Mit zunehmendem Alter verlieren die Muskeln ihre Kraft und verkümmern. Der Atman hingegen wird immer stärker. Ohne Konzentration ist es jedoch unmöglich, diesen Zustand zu erreichen. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 107  

ZITAT DES TAGES (8. November 2021)

Konzentration ist nur durch Übung erreichbar. Übung umfasst drei Aspekte: Erstens den Zustand, in dem man die Augen völlig schließt, wie im Schlaf (niravasthá) – das entspricht dem Zustand der Trägheit (tamoguna) –; zweitens den Zustand, in dem man sich mit weit geöffneten Augen auf die Wunder der Schöpfung konzentriert – dieser Zustand wird Zielgerichtetheit (anekagráta) genannt, er entspricht der leidenschaftlichen Grundeigenschaft (rajoguna) –; im Zustand dazwischen, in dem der Übende die Augen weder ganz schließt noch ganz öffnet und im Zustand der Ausgeglichenheit (sattvaguna) bleibt, erreicht man Konzentration. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 107  

ZITAT DES TAGES (7. November 2021)

Meditation erfordert geistige Konzentration. Tatsächlich ist Konzentration für jede Handlung notwendig. Zu glauben, die materiellen und die spirituellen Welten erforderten unterschiedlich gute Eigenschaften, ist nicht richtig. Die Läuterung materieller Angelegenheiten ist Spiritualität. Erfolg oder Versagen hängen von der eigenen Konzentration ab. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 105  

ZITAT DES TAGES (6. November 2021)

Nehmen wir an, wir dienten einem Patienten. Wird dieser Dienst ohne das zarte Empfinden von Mitgefühl im Herzen ausgeführt, ist er eine Quelle der Irritation. Eine solche Form des Dienens wird für den Dienstleistenden wie für den Empfangenden des Dienstes eine Belastung. Dienst am Nächsten (seva) ohne psychologische Anteilnahme erzeugt Ego und führt dazu, dass man von dem Empfänger des Dienstes eine entsprechende Gegenleistung erwartet. Die Erwartung eines Lobes von dem, der den Dienst empfängt, kommt in einem auf. Wenn die Handlung mit solch einer Einstellung ausgeführt wird, verändert sich das Wesen dieser Handlung völlig. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 105  

ZITAT DES TAGES (5. November 2021

Obwohl Gott auf der tausendköpfigen Schlange liegt, bleibt er gelassen. So lassen auch die großen Seelen, obwohl sie zahllose Handlungen durchführen, nicht zu, dass auch nur die geringste Spur der Aufregung in ihrem Herzen aufkommt. Vikarma ist das Ausführen einer Handlung im Äußeren als Übung und aus dem inneren Antrieb zur Erfüllung des eigenen Dharmas (svadharma). Beides ist notwendig. Äußere Handlung ist ebenfalls notwendig; denn nur durch Handeln kann die geistige Einstellung (mind) geprüft werden. Wird aber äußere Handlung ohne die innere Beteiligung des Herzens ausgeführt, so wird das Umsetzen des eigenen Dharmas trocken und spröde; die Blumen und Früchte der Selbstlosigkeit können dann nicht erblühen. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 103  

ZITAT DES TAGES (4. November 2021

Wenn sich Vikarma und Karma vereinen, entsteht eine Kraft, aus der Nichthandeln (akarman) hervorgeht; anders ausgedrückt: Wenn das Licht des inneren Bewusstseins die Handlung erleuchtet (vikarma), wird sie in Nichthandlung (akarman) umgewandelt. Es scheint dann so, als ob keine Handlung ausgeführt worden wäre. Die Last wird nicht gespürt. Obwohl man handelt, bleibt man doch der Nichthandelnde. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 103  

ZITAT DES TAGES (3. November 2021

Handlungen, die mit Innenschau ausgeführt werden, heißen in der Gita Vikarma. Karma ist das stabile Befolgen des eigenen Dharmas. Wird das innere Bewusstsein (citta) auf das äußere Handeln konzentriert, ist das Vikarma. Wenn wir jemanden äußerlich grüßen, uns dabei aber nicht auch im Herzen verneigen, hat dieser äußere Gruß keinen Wert. Das Äußere und das Innere sollten vereint sein. Nur wenn die äußere Handlung mit dem inneren Bewusstsein verbunden ist, kann man den Zustand des Nishkamakarman erreichen: Handeln, ohne die Früchte zu begehren. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 101  

ZITAT DES TAGES (2. November 2021)

Die innere Freude, die bei einer Handlung aufkommt, ist in den Früchten der Handlung nicht zu finden. Die große Freude, die man während des Tuns verspürt, ist wie ein Strom der Freude. Hört ein Künstler auf zu malen, wenn ihm Geld angeboten wird? Wenn einem Dichter Geld angeboten wird, damit er zu dichten aufhört, wird er das tun? Würden wahre Künstler sich auf einen solchen Handel einlassen? Sie beziehen die reinste Freude aus dem Ausüben ihrer Kunst. Diese Freude ist die wahre Frucht ihres Tuns. Im Vergleich dazu ist die äußere Frucht belanglos. (Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 10  

ZITAT DES TAGES (1. November 2021)

Wenn man handelt und die Frucht annimmt, entspricht dies der leidenschaftlichen Aktivität (rajoguna). Das Aufgeben der Früchte und auch des Handelns ist ein Kennzeichen von Trägheit (tamoguna). Diese beiden sind Geschwister. Erhebt euch über beide und werdet eins mit der guten Eigenschaft der Ausgeglichenheit (sattvaguna). Das bedeutet: Handelt, aber entsagt den Früchten der Handlung. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 99  

ZITAT DES TAGES (31. Oktober 2021)

Intensives Loslassen kann man jederzeit spontan erreichen. Sanftes Loslassen entwickelt sich langsam und in Intervallen. Gott allein weiß, wann es Frucht tragen wird. Auf dem Weg des Handelns (karmamárga) sollte der Geist im Dienst an Gott aufgehen. Die geistige Einstellung eines Menschen, der dem Weg des Handelns folgt, zeigt sich auf zweierlei Weise: Der eine Mensch handelt und genießt die Früchte der Handlung. Er besitzt ein Recht darauf. Der zweite Mensch ist völlig anders. Wenn ein bestimmtes Ergebnis (die Frucht des Handelns) verweigert wird, führt er die Handlung gar nicht erst aus. Die Bhagavadgita erwähnt eine dritte geistige Einstellung: „Handle unbedingt, aber erhebe keinen Anspruch auf das Ergebnis.“ Wer handelt, hat Anspruch auf das Ergebnis; aber man sollte freiwillig darauf verzichten. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 99  

ZITAT DES TAGES (30. Oktober 2021)

So erscheint auch die Welt (samsára) zunächst sehr verlockend, aber später wird das Leid unsäglich schwer. Wenn ein Adler mit einem Fisch im Schnabel davonfliegt, wird er, in welche Richtung er auch fliegt, von Krähen gejagt. Weil er die Krähen nicht länger ertragen kann, lässt der Adler schließlich verstört den Fisch fallen. Im Nu stößt ein anderer Adler herab und schnappt sich den Fisch. Jetzt fliegen die Krähen hinter dem zweiten Adler her. Der erste Adler lässt sich nun friedlich auf einem Ast nieder. So kann auch der Mensch erst dann Befreiung vom weltlichen Leben (samsára) erlangen und Frieden finden, wenn er die Bürde weltlicher Angelegenheiten abgelegt hat. Von den vielen Arten des Loslassens sind zwei besonders wichtig. Die eine ist intensives Loslassen (thirva-vairágya), die andere ist sanftes, allmähliches Loslassen (manda-vairágya). Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 97  

ZITAT DES TAGES (29. Oktober 2021)

Der Mensch leidet in der Welt an endlosen Wünschen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, dem zu entkommen: entweder sich alle Wünsche zu erfüllen oder aber allen Wünschen zu entsagen. Es ist unmöglich, alle Wünsche zu erfüllen, denn wenn wir einen Wunsch befriedigen, taucht ein weiterer auf. Deshalb ist es weise, die Wünsche durch Zufriedenheit und Weisheit unter Kontrolle zu halten. Wer an Ringwurm leidet, findet große Erleichterung darin, die betroffene Stelle zu kratzen, aber später wird es unmöglich, die daraus entstehende Irritation in den Griff zu bekommen. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 95/97  

ZITAT DES TAGES (28. Oktober 2021)

Das Leben gleicht einem Wald voller Dornen, Gestrüpp und Gebüsch. Wir können dort nicht barfuß laufen. Wäre der gesamte Wald mit Leder bedeckt, könnten wir dort ungehindert laufen. Da das unmöglich ist, tragen wir besser Schuhe. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 95  

ZITAT DES TAGES (27. Oktober 2021)

Es gibt viele Arten von Liebe, aber in Wirklichkeit lässt das Wesen des Menschen nur drei Arten erkennen. Die erste ist die selbstlose, allumfassende Liebe (sámárthyaprema), die zweite ist die wechselseitige Liebe der Toleranz (samanjasaprema) und die dritte ist die herkömmliche selbstsüchtige Liebe. Von diesen dreien ist die selbstlose Liebe die am höchsten entwickelte. In dieser Liebe sind dem Menschen Schwierigkeiten gleichgültig. Er ist nur am Glück der anderen interessiert. In der wechselseitigen duldsamen Liebe achtet der Mensch auf seine eigene Annehmlichkeit wie auch auf die der Menschen um ihn herum. Gewöhnliche Liebe ist die niedrigste. Hier ist der Mensch ständig nur auf sein eigenes Wohl bedacht und das Unwohlsein der anderen ist ihm gleichgültig. So wie man in weltlichen Angelegenheiten zwischen reiner (sáttvika), leidenschaftlicher (rájasa) und träger (támasa) Natur unterscheidet, gibt es auch in der Hingabe eine klare Unterteilung. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 95  

ZITAT DES TAGES (26. Oktober 2021)

Wenn zwei Fremde sich treffen und nicht miteinander vertraut sind, sprechen sie einander sehr förmlich an und folgen der vorgeschriebenen Etikette. Werden sie enge Freunde, lockern sich die Formalitäten und sie sprechen einander ohne Hemmungen zwanglos an. So sind auch wir, solange wir Gott als gesondert von uns sehen, sehr förmlich. Wenn der Gedanke, dass Gott in einem ist und zu einem gehört, und das Gefühl, dass man sein Kind ist, an Intensität gewinnen, kommt Gott nah, und Formalitäten werden aufgegeben. Haltet mit aller Kraft an der Beziehung fest. „Ich bin dein. Wirst du mich retten oder nicht?“ Überzeugt Gott auf diese Weise. Ohne diese Herzensbeziehung ist jeder auf Gott ausgeübte Zwang sinnlos. Dienst an der Menschheit, Gemeinschaft mit hochentwickelten Seelen, die Rezitation des Gottesnamens, Festhalten an der Wahrheit und solche edlen Eigenschaften erblühen an der Rankpflanze der Hingabe. (Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 93  

ZITAT DES TAGES (25. Oktober 2021)

Ihr könnt Gott nicht zwingen, eure Wünsche zu erfüllen. In solch einem Fall könnt ihr nur kontemplieren, wie herrlich Gott ist und wie weit von euch entfernt. Versucht stattdessen Gott weitmöglichst als euren engsten Freund zu betrachten. Nur dann könnt ihr Gott näherkommen. Legt Zweifel, Furcht und das Gefühl der Verschiedenheit ab und kommt Gott mit Liebe näher. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 93   

ZITAT DES TAGES (24. Oktober 2021)

Anstatt über Gottes Macht und Größe nachzusinnen, sollte ein wahrer Gottergebener Vertrautheit entwickeln und sich Gott zu eigen machen. Er sollte Gott mit Inbrunst dazu nötigen, sich vor ihm zu manifestieren. Solange ihr euch darauf beschränkt an Gottes Herrlichkeit zu denken, könnt ihr Gott nicht als euren vertrauten Freund und jemanden, der euch liebt, betrachten. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 91  

ZITAT DES TAGES (23. Oktober 2021)

Weltliche Wünsche kommen natürlicherweise im Lauf des Lebens auf. Wird jemand, der von schrecklichem Leid überwältigt ist, sich auf ein Handgemenge einlassen oder weltlichen Wünschen hinterherjagen? Wer trunken ist von der Liebe zu Gott, wird nicht nach weltlichen Freuden verlangen. Warum solltet ihr euch ständig Gottes Größe in Erinnerung rufen oder Gottes Namen rezitieren? Denkt ein Sohn an die Besitztümer seines Vaters wie Häuser, Grundstücke, Fahrzeuge, Obstgärten oder an die Liebe und Zuneigung seines Vaters? Ist es ein Wunder, dass ein Vater seine Kinder versorgt? – Sind nicht alle Menschen Gottes Kinder? Ist es erstaunlich, dass Gott sich liebevoll um das Wohlergehen aller Menschen kümmert? Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 91  

ZITAT DES TAGES (22. Oktober 2021)

Gewöhnliches Glas spiegelt kein Bild wider. Das Bild wird nur dann gespiegelt, wenn auf einer Seite des Glases eine Chemikalie aufgetragen wurde. So sollte auch das Herz des Menschen mit der ‚Chemikalie‘ der Hingabe ‚bestrichen‘ sein, damit sich Gottes Bild deutlich darin spiegeln kann. Es gibt nur einen Weg zu Gott, und das ist der Weg der Hingabe. Warum sollte ein Mensch, der von Hingabe an Gott erfüllt und in die Glückseligkeit der Wiederholung des göttlichen Namens eingetaucht ist, sich bemühen Kontrolle über seine irdischen Wünsche zu erlangen, wenn er sie doch von allein bekommt? Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 89  

ZITAT DES TAGES (21. Oktober 2021)

Das Ziel des Yoga der Weisheit (jnánayoga) ist die Erkenntnis Brahmans (sákshátkára). Der Jnánayogi sagt „So'ham“ – „Ich bin Er“ – aber solange der Mensch sein Körperbewusstsein nicht überwinden kann, ist dieses Ich (Ego, ahamkára) gefährlich. Solch ein Mensch täuscht nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Zuerst kommt Sinneskontrolle und dann Gotterkenntnis (brahmasákshátkára). Das sind die Grundsätze eines Jnánayogis. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 89  

ZITAT DES TAGES (20. Oktober 2021)

Irgendwann muss man diese Welt verlassen. Seid deshalb wach genug, um die Essenz von allem zu verstehen und jedes Hindernis auf Abstand zu halten, das sich euch bei der Verehrung Gottes in den Weg stellt. So könnt ihr, wenn ihr den Weg der Rezitation des Gottesnamens geht, schnell den Ozean der Freude erreichen. Solange der Mensch Wünsche hegt, ist Leid unvermeidlich. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 89  

ZITAT DES TAGES (19. Oktober 2021)

Euer eigenes Bewusstsein (citta), das von Liebe und Hass unbeeinträchtigt bleibt, ist das wichtigste Werkzeug zur Verehrung Gottes. Nur Worte, die von keiner Unwahrheit befleckt sind, und ein unbescholtener Körper sollten bei der Verehrung Gottes verwandt werden. Trost ist nicht in Äußerlichkeiten zu finden. Trost befindet sich in euch. Es ist töricht, in weltlichen Gedanken und den Attraktionen der fünf Sinne nach eurem Glück zu suchen. Glück ist nur in euch zu finden und in der glückseligen Wiederholung des göttlichen Namens. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 87  

ZITAT DES TAGES (18. Oktober 2021)

Es gibt einen weiteren wichtigen Punkt, den ihr beachten solltet: Seid euch bewusst, dass Gott euch nicht nur in der Öffentlichkeit beobachtet, sondern auch wenn ihr etwas im Geheimen tut. Was immer ihr sagt, Gott hört euch zu. Seid euch deshalb der Wahrheit und Unwahrheit bewusst, ehe ihr sprecht. Gott bleibt nichts verborgen. Keine Tat, kein Wort bleibt von Gott unbemerkt oder ungehört. Der in euch wohnende Gott zählt sogar unablässig den Lidschlag eurer Augen. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 87  

ZITAT DES TAGES (17. Oktober 2021)

Wenn andere einen schweren Fehler begehen, solltet ihr diesen Fehler für so klein wie eine Ameise halten, aber wenn ihr selbst einen winzigen Fehler begeht, solltet ihr diesen als riesengroß bewerten. Nur dann kann euer Verhalten eine Transformation erfahren. Wenn ihr so denkt, werdet ihr euch nicht einmal den geringsten Fehler erlauben und außerdem andere nicht beschuldigen. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 87  

ZITAT DES TAGES (16. Oktober 2021)

Der Mensch muss bis zu einem gewissen Grad auch seinen Weg der Rechtschaffenheit in Grenzen halten; alles sollte sich im rechten Maß befinden. Wenn wir, nur weil Gott uns mit Nahrung gesegnet hat, Speisen im Übermaß zubereiten und essen, sind Verdauungsstörungen die Folge. Nur wenn wir maßvoll, unserem Hunger gemäß essen, werden wir nicht krank. Auch sollte man eine Wahrheit nicht auf missverständliche Weise ausdrücken und auch nicht zu sehr bemüht sein, anderen Gutes zu tun. Liebenswürdigkeit und Fürsorge für andere sollten im Licht dieser Wahrheit angemessen sein. Sagt nichts, was anderen schaden könnte, nur weil es die Wahrheit ist. Lügt niemals, nur weil es anderen nutzen könnte. Wenn das Äußern einer Wahrheit jemandem schaden könnte, dann sprecht sie nicht aus; aber verdeckt ebenso wenig die Wahrheit durch eine Lüge. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 85  

ZITAT DES TAGES (15. Oktober 2021)

Führt alle Rituale, die mit dem spirituellen Leben zu tun haben, mit unerschütterlicher Konzentration durch. Wie viele Handlungen man auch begeht, ohne Ausrichtung und Konzentration können sie einen nicht zur spirituellen Weisheit führen. Weisheit (jnána) entwickelt sich mit der rechten Konzentration. Konzentration führt zur höchsten Hingabe (paramabhakti). Nur wer höchste Hingabe hat, kann Gott erreichen. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 85  

ZITAT DES TAGES (14. Oktober 2021)

Menschen, welche die Aufgabe trotz aller Widrigkeiten mit unbeirrbarem Glauben und Entschlossenheit vollenden, werden ‚uttamulu‘ genannt (auf der höchsten Bewusstseinsstufe). Menschen, die diesen höchsten Weg (uttamamárga) einschlagen wollen, sollten sich von Schwierigkeiten nicht abschrecken lassen, wenn sie Gottes Werk tun oder hingebungsvolle Rituale durchführen, sondern sich in vollkommener Liebe und Besinnung darauf einlassen. Dann gehören sie in diese Kategorie. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 83  

ZITAT DES TAGES (13. Oktober 2021)

Man sollte vollkommenes Vertrauen in das haben, was man tut, und außerdem im Namen Gottes Gutes tun. Was dies betrifft, gibt es unter den Menschen drei Kategorien geistiger Einstellung. Die erste Kategorie nimmt gar nichts in Angriff in der Befürchtung, den guten Taten könnten sich Hindernisse in den Weg stellen, was wiederum zu Schwierigkeiten und Verlusten führen könne. Diese Kategorie wird ‚adhamulu‘ genannt (auf der niedrigsten Bewusstseinsstufe in der Entwicklung der menschlichen Seele). Die zweite Kategorie beginnt eine Aufgabe, gibt aber Hindernisse, Härten und Verluste fürchtend mittendrin auf. Solch ein Mensch ist ‚madhyamulu‘ (auf der mittleren Bewusstseinsstufe). Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 83  

ZITAT DES TAGES (12. Oktober 2021)

Wer sich danach sehnt, ein Gottliebender (bhakta) zu werden und Gott zu erreichen, sollte Schmähung, Kritik und Hindernisse als belanglos ansehen und die eigene spirituelle Disziplin mutig und mit Selbstvertrauen fortführen. Sogar ein Mahátma (erhabene Seele) oder eine göttliche Inkarnation kann Schmähung und Kritik nicht entkommen. Eine solche Kritik bringt Tugend hervor. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 83  

ZITAT DES TAGES (11. Oktober 2021)

  Sind wir Gott nah gekommen, verhandeln wir mit seinem Mitgefühl und seiner Gnade; erst dann klärt sich unsere Sichtweise. Wenn man eine ungebackene Waffel in siedendes Öl gibt, erzeugt das ein zischendes Geräusch, aber wenn sie erst einmal frittiert ist, legt sich das Geräusch und die einst rohe Waffel hat sich in eine köstliche Speise verwandelt. Das Gleiche gilt für den Menschen. Trotz seiner Unwissenheit ergeht er sich in Selbstdarstellung und Streitereien und verbleibt in einem Zustand roher Weltlichkeit. Wenn er im kraftvollen Öl von Gottes Namen ‚frittiert‘ wird, verliert derselbe Mensch das Bewusstsein seiner früheren weltlichen Beschäftigungen, und in diesem Zustand der Erkenntnis erlangt er die Schau des Selbst (átmasákshátkára). Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 81  

ZITAT DES TAGES (10. Oktober 2021)

Im Almanach steht vielleicht geschrieben, dass es an einem bestimmten Tag zwanzig Zentimeter Regen geben werde. Aber wenn wir die Seiten des Almanachs auswringen, kommen dabei keine zwei Tropfen Wasser heraus. Die Schriften enthalten etliche gute Anweisungen. Sie können uns viele Wege lehren, die uns mit einer Schau Gottes segnen. Wenn man die Schriften mit Hingabe und Ergebenheit liest und in die Tat umsetzt, kann man positive Ergebnisse erzielen. Bloßes Lesen ist nutzlos. Solange man sich etwas entfernt vom Wochenmarkt aufhält, hört man viel Lärm. Ist man erst einmal auf dem Markt, bemerkt man den Lärm nicht mehr, sondern konzentriert sich auf den Handel. Gleichermaßen ergehen wir uns in unnötigen Diskussionen und sind verwirrt, solange wir fern von Gott sind. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 79/81  

ZITAT DES TAGES (9. Oktober 2021)

Das Ego des Menschen ist Illusion (máyá). Es ist der Schleier, der das Licht der Seele verdeckt. Wenn das Ego ausgelöscht wird, verschwinden alle Sorgen. Wenn ein Schleier unsere Sicht verdeckt, können wir nicht einmal das Naheliegendste sehen. Wegen des Schleiers des Egos ist auch der Mensch unfähig Gott zu sehen, obwohl Gott ihm am nächsten ist. Des Menschen Gelehrsamkeit ist nutzlos. Auch wenn er sich in der Welt Ruhm und Ehre verdient, kann ihm das nicht die Glückseligkeit der Seele schenken. Leere Beschreibungen allein haben keinen Wert. Was die heiligen Schriften lehren, sollte auch in die Tat umgesetzt werden. Was bringt das Lesen von Schriften, wenn ihre Essenz nicht praktiziert wird? Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 79  

ZITAT DES TAGES (8. Oktober 2021)

Sobald ein Dieb ertappt wird, rennt er weg. Die Täuschung jedoch umfängt einen selbst in dem Augenblick, in dem man sie als solche erkannt hat. Die Sonne schenkt der Welt Licht und Wärme; dennoch ist sie wehrlos, wenn die Wolken sie überschatten. Der Grund liegt darin, dass die Wolken nicht statisch sind. Mit ein wenig Geduld können wir sehen, dass sie von selbst vorbeiziehen. Ist es nicht verrückt, gegen diese Wolken anzukämpfen? Die Probleme und Lasten des Menschen gleichen den Wolken. Sie sind nicht von Dauer. Wenn Sorgen Hindernisse erzeugen, sollten wir geduldig und friedvoll Gottes Namen rezitieren, anstatt gegen sie zu rebellieren. Die Dunkelheit wird im Nu verschwinden, und wir erblicken das Licht. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 77  

ZITAT DES TAGES (7. Oktober 2021)

Das Gleiche gilt für die Illusion (máyá). Obwohl sie ihre Herberge in Gott hat und in Handlungen sichtbar und offenbar wird, lässt Gott sich nicht von ihr beeinträchtigen. Nicht einmal Balarama, eine göttliche Inkarnation, konnte die Illusion in Krishna verstehen. Brahmas Sohn Narada konnte sie ebenfalls nicht erkennen und begegnete vielen Schwierigkeiten. Der Mensch kann die Illusion niemals überwinden. Er kann sie höchstens durch Gebet ein wenig beiseiteschieben, aber er kann sie nicht völlig beseitigen, weil das unmöglich ist. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 77  

ZITAT DES TAGES (6. Oktober 2021)

Sogar Gott ist von der Illusion erfasst. Aber da die Illusion ebenso Teil von Gottes Schöpfung ist, kann er sich nach seinem Willen aus der Falle befreien. Obwohl die Illusion auch Gott einfängt, kann sie ihn nicht beeinträchtigen. Ein Skorpion zum Beispiel hat Gift in seinem Stachel. Er krabbelt mit dem Gift herum, das ihn selber nicht beeinträchtigt, aber wenn er andere sticht, löst das bei den Gestochenen unerträgliche Schmerzen aus. Das Gleiche gilt für die Schlange. Obwohl ihre Fangzähne mit Gift gefüllt sind und sie mithilfe dieser Zähne Nahrung zu sich nimmt, wird sie von dem Gift nicht beeinträchtigt. Aber wenn die Schlange einen Menschen beißt, breitet sich das Gift in dessen ganzem Körper aus. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 75/77  

ZITAT DES TAGES (5. Oktober 2021)

Äußere Anwendungen und die Einnahme von Medizin sind gleichermaßen notwendig, um bestimmte Krankheiten zu heilen. Wir sollten Gottes Namen sowohl hören als auch singen, um alle Krankheiten des Geistes zu heilen. Die durch Illusion (máyá) gebundene Seele ist das Individuum (jíva). Die befreite Seele ist Gott in Person (ishvara). Shiva und Shakti sind beide für die Schöpfung wesentlich. Ein Töpfer kann Töpfe nicht aus trockener Erde herstellen. Er braucht Wasser. Dementsprechend kann Shiva allein, ohne die Beteiligung von Shakti, nicht der Schöpfer sein. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 75  

ZITAT DES TAGES (4. Oktober 2021)

Man kann behaupten, die Veden, mystischen Schriften, Mythologien und religiösen Texte hätten dadurch an Wert gewonnen, dass der Mensch sie wiederholt gelesen oder mündlich wiedergegeben habe. Aber das Göttliche (brahman) hat dadurch nicht an Bedeutung gewonnen, denn niemand konnte „Das“ (tat) jemals durch Worte beweisen. „Das“ (Gott) ist ohne Eigenschaften. „Das“ (tat) ist unerschütterlich. „Das“ ist so standhaft wie der mystische Berg Meru. Im Gegensatz zu den Veden und heiligen Epen (purana), die es wert sind gelesen und gehört zu werden, ist Tantra nur für die praktische Anwendung geeignet. Wir sollten ganz in das Rezitieren und Hören des göttlichen Namens eintauchen. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 73/75  

ZITAT DES TAGES (3. Oktober 2021)

Gott ist in jedem. Aber nicht jeder ist mit Gott, und deshalb leiden sie. Wer von vielen verehrt und angebetet wird und wem viele folgen, der besitzt und offenbart göttliche Kraft. Er leuchtet mit außergewöhnlichem Licht. Laden Blumen die Hummeln ein, ihren Nektar zu saugen? Lädt das Licht mit seiner Leuchtkraft die Insekten ein? Es ist die Ausstrahlung, die sie zu den Blumen und zum Licht hinzieht. Das Licht in solchen Menschen ist die Widerspiegelung Gottes. Die Menschen erkennen die Quelle dieser Widerspiegelung und beten solche Menschen an; andere werden nicht angebetet oder verehrt. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 73  

ZITAT DES TAGES (2. Oktober 2021)

Niemand kann die Form von Sein-Bewusstsein-Seligkeit (sat-citánanda) beschreiben. Einst nahm Gott die Gestalt von Ardhanarishvara (halb männlich, halb weiblich) an, um zu offenbaren, dass er sowohl die Schöpfung (prakriti, das Weibliche) als auch der Schöpfer (purusha, das Männliche) ist. Gott nimmt verschiedene Formen an und erfreut sich daran. Gott ist makellos und jenseits jeglicher Beschreibung. Er ist reines Brahman. Gott, der in der Gestalt Krishnas kam, trägt den Namen Tribhanga, das bedeutet, der dreifach Gebeugte. Nur der Nachgiebige kann sich auf diese Weise biegen. Die Ursache für Biegsamkeit ist Liebe. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 71  

ZITAT DES TAGES (1. Oktober 2021)

Werden solche Gedanken jedoch selbstverständlich, dann kommen Hingabe und Weisheit auf, und alles wird als gleichbehandelt und verehrt. Wenn der Mensch in der dritten Dimension begreift, dass alles das Höchste Selbst (paramáman) ist, dann wird er selbst zum Wohnsitz Gottes. Zu wem betet er dann? Sobald er weiß, dass er alles ist, erscheint alles als göttlich (brahman). Die Seher nennen es Brahman, die Yogis Shakti (göttliche Energie) und die Gottergebenen Bhagaván. In allen dreien ist dieselbe Energie (shakti), das heißt Gott ist Eines. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 71  

ZITAT DES TAGES (30. September 2021)

Es heißt, nicht einmal ein Blatt bewegt sich ohne Gottes Willen; wenn wir das als Grundlage annehmen, ist alles in der Welt ein Teil von Gottes Spiel (lílá). Alle Lebewesen sind die Essenz von Gottes Willen (samkalpa). Gott, die Seele aller Lebewesen, ist allmächtig. Gott ist das Atom im Atom und das Größte des Großen. Leider sind die Gottliebenden nicht in der Lage, diese Worte in ihrem persönlichen Erfahrungsbereich umzusetzen. Die Menschen beten: „Rama, du offenbarst dich sogar in einer Ameise; Brahma, Shiva, Keshava, bitte schüttet eure Gnade über mich aus.“ Sie falten ihre Hände aber nur dann in Ehrerbietung, wenn sie Brahma in einer Gestalt schauen, die ihnen vertraut ist. Wenn Brahma in Gestalt einer Ameise kommt und sie beißt, drücken sie diese gnadenlos tot. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 69  

ZITAT DES TAGES (29. September 2021)

Feuer entsteht aus Wasser, das wiederum ein Element ist, um das Feuer auszulöschen. Wenn Wasser unaufhörlich in kreisförmiger Bewegung fließt, erzeugt es eine Kraft, die wir Elektrizität nennen. Wenn wir in gleicher Weise an Gottes Namen denken und ihn unaufhörlich wiederholen, erzeugt diese Reibung Kraft. Das ist die Essenz. Praktizieren ist notwendig, um diese Essenz zu erhalten. Die Grundlage dafür ist der Gottesname. Das verlangt grundsätzlich einen Vorrat an rechtschaffenen Taten aus etlichen Leben. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 69  

ZITAT DES TAGES (28. September 2021)

Valmiki wurde in das Rama-Mantra eingeweiht. Er wurde jedoch angewiesen, es umgekehrt, als ‚mara, mara‘ zu wiederholen. ‚Ma‘ bedeutet ‚der Herr der Schöpfung‘ und ‚ra‘ bedeutet ‚die Welt‘. Das erste ist Gott, das zweite die Welt. Pátu ist der Baum und pattu der Ast. Beide sollten gleich stark sein. Wir müssen unser Leben so führen, dass wir beide Dharmas (gegenüber Gott und der Welt; Anmerkung des Übersetzers) vereinen. Gibt es keine Welt, dann gibt es auch keinen Gott, und ohne Gott gibt es keine Welt. Obwohl Edelsteine hell und schön strahlen, können sie nichts in Brand setzen. Aber das Strahlen der Liebe zu Gott (bhakti) kann eure Fehler zu Asche verbrennen. Die Energie, die sie erzeugt, verwandelt sogar unsere Sichtweise. Es ist nicht richtig zu behaupten, das Angeborene werde nicht einmal mit dem Tod verschwinden. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 67  

ZITAT DES TAGES (27. September 2021)

  Die Zuneigung, die wir zu Eltern, Ehemann oder Ehefrau und Kindern empfinden, ist Täuschung (máyá). Die Liebe, die gleichermaßen in allen Lebewesen fließt, ist Mitgefühl. Bleibt bei dem, was eure Religion euch lehrt, und haltet euch an ihre Prinzipien. Seid jedoch keine Fanatiker. Toleriert andere Religionen. Es ist das Beste, eure Pflichten und Verantwortlichkeiten zu erledigen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Nehmt bei eurem Bewusstsein (citta) Zuflucht, um eure Fähigkeiten zu kennen. Sucht immer die Manifestationen des reinen Bewusstseins, um die vollkommene Ausdrucksform der göttlichen Wahrheit kennenzulernen. Das Dauerhafte kann nur durch das Wandelbare erlangt werden. Wahrheit kann nur durch die Anwesenheit von Unwahrheit verstanden werden. Haben wir uns Gott erst einmal hingegeben, sollten wir alle Furcht und Hemmungen fallenlassen. Zuerst erlangt man die Vision Gottes, dann folgt eine Vision von Gottes Schöpfung. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 65  

ZITAT DES TAGES (26. September 2021)

Wer Gott sucht, sucht nur unter den Menschen nach ihm. Von allen Lebewesen drückt sich nur im Menschen Göttlichkeit aus. Sucht nach Gott nur in demjenigen, der vom Nektar der Gottesliebe überfließt, der seinen Geist ständig zum Wohnort Gottes macht und der von der Liebe zu Gott berauscht ist. Gott ist euer Ein und Alles. Wenn wir versuchen, aus einer Blüte Nektar zu saugen, gelangt nur ein Teil ihrer Süße in unseren Mund. Aber Gott ist voll nektargleicher Süße. Er ist höchste Glückseligkeit (paramánanda). Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 65  

ZITAT DES TAGES (25. September 2021)

Als sich Shrí Ramacandra auf der Erde verkörperte, konnten nur die sieben Weisen (saptarishi) erkennen, dass er der verkörperte Gott war. Nur sehr wenige wissen um die Göttlichkeit einer Inkarnation. Ein Frosch kann, obwohl er im Wasser lebt, niemals die Süße des Lotos verstehen. Er hüpft von Blatt zu Blatt, ohne die Süße und den Duft der Blume zu erkennen. Hätte der Frosch um die Süße gewusst, hätte er jemals der Hummel, die von weither kommt, Zugang zu dem Lotos erlaubt? Wie ein Elefant äußerlich Stoßzähne und innerlich Zähne hat, so hat eine göttliche Inkarnation äußerlich das Gebaren eines Durchschnittsmenschen, innerlich jedoch das strahlende Bewusstsein der göttlichen Glückseligkeit (brahmánanda). Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 63  

ZITAT DES TAGES (24. September 2021)

Alle göttlichen Inkarnationen sind unterschiedslos ein und dasselbe. Der eine und einzige Gott taucht in das Meer des Lebens ein; wenn er ein Ufer erreicht, wird er Krishna genannt; taucht er nochmals in das Meer des Lebens ein und erreicht ein weiteres Ufer, wird er Rama genannt. In gleicher Weise hängt der eine Gott in verschiedenen Gestalten an dem mächtigen Baum von Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit (sat-cit-ánanda) – Rama, Krishna, Christus, Allah – wie etliche Trauben von Früchten. Aus diesen Trauben steigen eine oder zwei Inkarnationen auf die Erde herab, um mächtige Umwandlungen zu bewirken. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 63  

ZITAT DES TAGES (23. September 2021)

Der Mensch sollte mit der Gnade Gottes, des Lehrers (guru) und anderer Gottliebender gesegnet sein. Wenn auch nur eines davon fehlt, geht der Mensch zugrunde. Sogar wenn der Mensch alle drei hat, ist alles vergebens, wenn er sich nicht nach der Erlösung sehnt. Gottes Gnade ist nicht so leicht zu erhalten. Der Mensch muss das Ego (ahamkára) und das Gefühl der Handelnde zu sein auslöschen. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 61  

ZITAT DES TAGES (22. September 2021)

Gott schüttet seine Liebe und Zuwendung gleichermaßen auf alle Gotteskinder aus, die sich danach sehnen, Gott zu erkennen. Er unterscheidet nicht zwischen Gebildeten und Unwissenden. Das Wesen einer Lampe besteht darin, Licht zu verbreiten. Manche bereiten in diesem Licht Speisen zu, andere erledigen ihre Angelegenheiten, wieder andere lesen wertvolle Klassiker und manch andere schreiben. Ebenso versuchen einige Befreiung zu erlangen, indem sie ständig Gottes Namen rezitieren, andere hingegen begehen schlimme Taten. Auf welche Weise man Gottes Namen auch verwendet, er bleibt makellos und das Heiligste des Heiligen. Gott als Mutter, Amma, anzurufen, ist für den Gottergebenen eine unermessliche Quelle der Freude. Der Gottliebende betrachtet Gott als das Nächste und hält es für sein Recht, als Kind Gottes betrachtet zu werden. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 61  

ZITAT DES TAGES (21. September 2021)

Rituelle Hingabe (vaidhabhakti) bedeutet, Rituale auf eine vorgeschriebene Weise durchzuführen. Die Formen ritueller Hingabe beinhalten: die Rezitation von Mantras (japa) in vorgeschriebener Anzahl; Fasten an vorgeschriebenen Tagen wie Ekadashi (dem elften Tag eines Monats im indischen Kalender); Pilgerreisen und Verehrung Gottes mit bestimmten Dingen wie Kurkuma, Sandelholz, Blumen und so weiter. Wenn der Gottliebende (bhakta) dies eine Zeit lang durchgeführt hat, erlangt er eine höhere Qualität der Hingabe (rágabhakti). Man sollte sein Denken (mind) vollständig und liebevoll auf Gott ausrichten. Nur dann kann man Gott erreichen. Erst wenn Hingabe mit Liebe verbunden ist, kann man Gott erlangen. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 49  

ZITAT DES TAGES (20. September 2021)

Der stufenartige Aufbau des Tempelturms (gopura) ist die sichtbare physische Welt der Formen und Namen. Wenn man das Tor dieses Tempelturms erreicht, wird offenbar, dass diese Sinnenwelt Gottes Gestalt ist. Die Mittel, die helfen die Seele zu reinigen, sind: 1. die Gemeinschaft der Tugendhaften und Weisen (sádhu), 2. unerschütterlicher Glaube und Hingabe an die Worte des spirituellen Lehrers (guru), 3. Disziplin, 4. Hingabe (bhakti), 5. Gefühl (Eintauchen in das Gottesbewusstsein), 6. höchstes Empfinden (mahábhava – das intensive Eintauchen in das Gottesbewusstsein), 7. Liebe – unermessliche Liebe zu Gott. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 59  

ZITAT DES TAGES (19. September 2021)

Obwohl die göttlichen Inkarnationen für immer im göttlichen Selbst verweilen und der Weisheit Brahmans (brahmajnána) nah sind, wird dies nur im Zustand des Samádhi offenbar. Sie steigen von diesem erhöhten Zustand der spirituellen Erhebung herab und füllen sich mit dem Gedanken an, dass sie gewöhnliche Lebewesen seien, damit sie Gott als Mutter oder Vater ansprechen und weiterhin verehren können. Durch Versuch und Irrtum steigen sie Schritt für Schritt auf, bis sie den Gipfel erreichen. Dann kommen sie zu dem Schluss, dass all dies Brahman ist. Wenn der Geist (mind) – die Ursache weltlicher Gedanken – rein geworden und im Zustand des Samádhi ist, wird er zum Tempeltor (gopura), und Brahman wird offenbar. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 57  

ZITAT DES TAGES (16. September 2021)

Hingabe (bhakti) ist von zweierlei Art. Die erste Form, Vaidhabhakti, besteht in der Ausübung von Ritualen. Sie legt fest, auf welche Weise Gott verehrt und wie viele Male sein Name rezitiert werden soll. Die zweite Form ist höchste, transzendentale Hingabe (parabhakti); sie kann denjenigen, der sich im Zustand des Samádhi befindet, zur Erkenntnis Gottes (brahmasákshátkára) führen – einem Zustand, in dem die individuelle Seele (jívátman) mit dem höchsten Selbst (paramátman) eins wird. Nach dieser Erfahrung bleibt der Jívátman für immer in Paramátman. Dies liegt im Erfahrungsbereich eines normalen Gottergebenen (bhakta). Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 57  

ZITAT DES TAGES (15. September 2021)

Es besteht keine Notwendigkeit, die Religion anderer oder deren Verhaltenskodex infrage zu stellen. Man braucht die Tradition oder die Kultur anderer nicht zu entwerten. Man sollte dem eigenen Verhaltenskodex (dharma) folgen, ohne andere Religionen abzuwerten. Geht den Weg des allmächtigen Gottes, der sich in allen Dharmas gleichermaßen manifestiert, und bittet ihn um göttliche Kraft. Wenn Gott der Vater des Universums ist, sind eure Eltern eure Erschaffer. Deshalb sind alle Eltern auf dieser Erde verehrungswürdig. Man sollte seinen Eltern nach besten Kräften dienen solange sie leben. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 51  

ZITAT DES TAGES (14. September 2021)

Es gibt verschiedene Religionen, ihr Weg ist der gleiche. Es gibt verschiedene Kleidungsstücke, ihr Material ist das gleiche. Es gibt verschiedene Schmuckstücke, sie bestehen aus dem gleichen Gold. Es gibt verschiedenfarbige Kühe, die Milch ist die gleiche. Es gibt verschiedene Lebewesen, das Lebensprinzip ist das gleiche. Es gibt verschiedene Nationalitäten und Sitten, die Geburt ist gleich. Es gibt verschiedene Glaubensrichtungen, Gott ist derselbe. Es gibt verschiedene Blumen, der Vorgang der Verehrung ist der gleiche. Wie unwissend die menschliche Rasse ist, beschränkt auf das Leid der Äußerlichkeiten! Faszinierend sind die Wege Gottes. Wandelt in diesem Wissen über die Erde! Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 51  

ZITAT DES TAGES (13. September 2021)

Es mag viele Religionen geben und die ethischen Grundlagen, die jede Religion vermittelt, können unterschiedlich sein; aber jede Religion lehrt ein und dasselbe. Gott manifestiert sich unter verschiedenen Namen, und die Kraft der göttlichen Manifestationen kann unterschiedlich sein, je nach der Essenz der spirituellen Übung, die der Einzelne durchführt; aber es gibt nur einen Gott, lediglich die Wege zu ihm sind verschieden. Es mag verschiedene Arten von Nahrung geben, aber der Hunger ist ein und derselbe. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 49  

ZITAT DES TAGES (12. September 2021)

Aus welchem Metall die Götterstatue auch hergestellt ist, ihre Gestalt ist göttlich. Wenn der Mensch ein Pilgerzentrum besucht hat, sollte er nach seiner Heimkehr über alle guten Werke und Eigenschaften, die er an den heiligen Stätten erlebt hat, nachsinnen; über alles, was er dort gesehen und berührt hat, über alle Gespräche dort, in Seligkeit und starkem Glauben – so wie die Kuh, die, nachdem sie schnell gefressen hat, das Verspeiste noch einmal hervorbringt und es langsam, friedlich und ohne Angst wiederkäut. Dann wird diese süße Mischung spiritueller Erfahrungen vom Körper leicht aufgenommen und schenkt dem eigenen spirituellen Wesen zusätzliche Kraft. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 47  

ZITAT DES TAGES (11. September 2021)

Der Geist (mind) ist das Wichtigste. Wenn der Geist diszipliniert ist, seid auch ihr diszipliniert. Wenn der Geist befreit ist, seid auch ihr befreit. Deshalb ist Satsang wesentlich, um den Geist auf das Rezitieren des göttlichen Namens einzustimmen. Um das zu erreichen, ist der Besuch von Pilgerzentren und Stätten der Verehrung notwendig. Der Einzelne wird mithilfe seiner Disziplin erleuchtet. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 47

ZITAT DES TAGES (10. September 2021)

Es ist verrückt, an einem Ort nach Weisheit (jnána) zu suchen, an dem keine hingebungsvolle Verehrung ist. Unerschütterliches Vertrauen ist unabdingbar, damit Gott sich offenbart. Unerschütterliches Vertrauen in das Rezitieren seines Namens ist für die Offenbarung Gottes unverzichtbar. Unterscheidet zwischen dem Ewigen und dem Vergänglichen! (…) Für das Belehren anderer muss man viele heilige Schriften studieren. Für das Erkennen Gottes genügt die Wiederholung eines einzigen Mantras. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 45  

ZITAT DES TAGES (9. September 2021)

Wer fest daran glaubt, dass alles gemäß Gottes Willen geschieht, und sich mit absolutem Glauben und Hingabe Gottes Willen unterwirft, ist auf einer Schnellstraße zur Erkenntnis Gottes. Wenn jemand glaubt, dass alles von Gottes Willen abhängt, wenn er Gott alles übergibt und seine Pflicht erfüllt, gibt es nichts darüber hinaus zu tun, ganz gleich ob er in der Welt verbleibt oder ihr entsagt. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 45  

ZITAT DES TAGES (8. September 2021)

Die Erkenntnis des wesentlichen Grundprinzips (tattvajnána), absolute Glückseligkeit (brahmánanda) und ähnliche Offenbarungen werden nur durch die Illusion (máyá) ermöglicht. Ansonsten würde niemand über sie nachdenken. Duales Denken und die Welt sind ebenfalls aus der Illusion hervorgegangen. Die Illusion unterscheidet nicht zwischen dem, der vernichtet, und dem, der vernichtet wird. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 45  

ZITAT DES TAGES (7. September 2021)

Zwei Formen der Täuschung sind mit Brahman verbunden – die Illusion des Wissens (vidyamáyá) und die Illusion der Unwissenheit (avidyamáyá). Vidyamáyá lenkt den Menschen auf den Weg des Göttlichen. Avidyamáyá lässt den Menschen vom Weg abweichen. Mitgefühl (karuná), Weisheit (jnána), Hingabe (bhakti) und Losgelöstheit (vairágya) sind die verschiedenen Manifestationen von Vidyamáyá. Der Mensch kann Gott nur mit ihrer Hilfe erreichen. Ganz gleich wo jemand auch ist, er kann Gott mithilfe dieser vier Manifestationen sogar im weltlichen Leben (samsára) erreichen. Solange die Illusion (máyá) es nicht zulässt, kann niemand Gott (brahman) erreichen. Wenn man den Wunsch hat Gott zu schauen, sollte man mit dem Durchschauen der Illusion (máyá) gesegnet sein, die eine andere Seite Gottes ist. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 43  

ZITAT DES TAGES (6. September 2021)

Haltet das weltliche Leben (samsára) nicht für ein Meer der Schwierigkeiten. In Gottes Schöpfung lässt der Weg der Rechtschaffenheit (dharmayoga) den Menschen das Geheimnis des Lebens verstehen; Dharmayoga ist ein Veda. Die Symphonie dieses Veda ist ein Instrument, das uns den Weg zur Befreiung (moksha) weist. Ehe man nicht Losgelöstheit erfährt, kann man den Gipfel nicht erreichen. Wer sich der Bindung ergibt, leidet. Das Leid zeigt einem den Weg zum Loslassen. Die Täuschung (máyá) verbirgt das Göttliche (brahman) so, wie die Wolke die Sonne verdeckt. Diese Wolken der Täuschung sind vorübergehend. Lösen sich die Wolken erst einmal auf, wird die Sonne, Brahman, leicht sichtbar. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 43  

ZITAT DES TAGES (5. September 2021)

  Es ist unmöglich, Gott (brahman) zu erfahren, ohne sich von der Täuschung (máyá) zu befreien. Da die Welt (samsára) dem Menschen einen Weg zeigt, um das Hindernis der Illusion (máyá) zu beseitigen, wird auch sie für alle Suchenden als ein Weg zur Weisheit betrachtet. Man muss aber außerdem das Meer des Lebens (samsára) überqueren. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 41  

ZITAT DES TAGES (4. September 2021)

Wenn Gott Rama (brahman), Sita (máyá) und Lakshmana (jíva) hintereinander hergehen, versucht Lakshmana vergeblich Rama zu erreichen, weil Sita in Gestalt der Illusion (máyá) ihm die Sicht versperrt. Lakshmana betet zu Máyá, das heißt Sita, ihn Rama sehen zu lassen. Nur wenn Sita ein wenig beiseitetritt, kann Lakshmana Rama ganz sehen. So sollten auch wir in besonderer Weise darum beten, dass die Illusion (máyá) beiseitetritt und uns die Schau des Göttlichen (brahman) gestattet. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 41  

ZITAT DES TAGES (3. September 2021)

Auf diese Weise berühren die Gefahren der Welt den Menschen nicht, auch wenn er in das weltliche Leben (samsára) verwickelt ist. Es ist leichter, in einem Boot mit gesetzten Segeln in See zu stechen, aber man sollte darauf achten, dass kein Wasser ins Boot eindringt. Das ist der Dharma des weltlichen Lebens: Seid in der Welt (samsára), aber erlaubt der Welt nicht, in euer Leben einzudringen. Sogar weltliches Leben kann Weisheit vermitteln, es ist ebenfalls eine Form der Weisheitslehre (jnánaupadesha). Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 39  

ZITAT DES TAGES (2. September 2021)

Gottes unermessliche Liebe begleitet seine Verehrer in Freud und Leid und in jedem Detail ihres Lebens. Aber obgleich Gott allgegenwärtig ist, erlaubt er doch nicht allen, mit ihm zu verschmelzen. Die irdische Welt mit all ihren Verstrickungen ist so abgrundtief wie das Meer. In diesem Wissen hat Gott mit all seiner Liebe die Hingabe (bhakti) als gut gestaltetes Boot geschenkt; es hat zwei Ruder – Unterscheidungsvermögen (viveka) und Losgelöstheit (vairágya) – mit denen man das Meer des Lebens (samsára) überqueren kann. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 39  

ZITAT DES TAGES (1. September 2021)

Von Gottes unzähligen Facetten reicht ein ewiger Aspekt aus, damit sich der Mensch in Gott versenkt. Niemandem werden jemals alle Facetten Gottes offenbart. Die Strahlen, die aus dem Meer der göttlichen Glückseligkeit (brahmánanda) hervorgehen, können jedes Herz verwandeln, das von ihnen liebkost wird. Die Weisen Sanaka, Sananda und andere wurden von diesen Strahlen berührt. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 37  

ZITAT DES TAGES (31. August 2021)

Den göttlichen Inkarnationen ist nichts unmöglich. Sie können die Unwissenheit und den Hochmut der Menschen beseitigen. Die göttliche Inkarnation kann den Menschen die schwierigsten Rätsel des Lebens und seine Geheimnisse verständlich machen, als wären es ganz gewöhnliche Aspekte, und das auf eine so einfache Weise, dass sogar ein Kind sie versteht. Gott kommt für jene reinen Seelen, die ihn lieben, in menschlicher Gestalt auf die Erde. Gott ist wie ein Berg aus Zucker. Eine Ameise kann nur ein Krümelchen vom Berg wegtragen; der Berg bleibt, wie er ist. Er wird nicht kleiner. Das Gleiche gilt für Gott und die Gottergebenen (bhakta). Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 37  

ZITAT DES TAGES (30. August 2021)

Wer bin ich? Blut, Fleisch, Knochen? Wenn man ernsthaft nachsinnt, versteht man, dass es so etwas wie ein Ich (ein Individuum) nicht gibt. Das führt einen schließlich zu der Erkenntnis, dass nur Eines existiert, und das ist Gott. Erst wenn das Ego überwunden ist, wird Gott offenbar. Weisheit (jnána) hat verschiedene Formen. Die erste ist weltliche Weisheit, die alle Durchschnittsmenschen haben. Sie ist nicht sehr intensiv. Sie gleicht einer Lampe im Zimmer, deren Licht innerhalb der vier Wände bleibt. Die Weisheit eines Gottergebenen strahlt viel weiter. Sie gleicht dem Mondlicht, in dem man sehen kann, was draußen und auch was im Zimmer ist. Die Weisheit eines Meisters leuchtet ewig, wie das Licht der Sonne. Er ist wahrhaftig eine Sonne der Weisheit (jnánabháskara). Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 35  

ZITAT DES TAGES (29. August 2021)

  Der Mensch verharrt solange in Unwissenheit (ajnána) wie er glaubt, Gott sei außerhalb und weit entfernt von ihm. Die Offenbarung, dass Gott in einem selbst existiert, ist wahre Erkenntnis (jnána). Wer sein eigenes Selbst erkennt, erkennt damit zugleich Gott. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 35  

ZITAT DES TAGES (28. August 2021)

In diesem Kaliyuga ist es unmöglich, die höchste Weisheit (jnána) zu erlangen. Erstens kann der Mensch ohne Nahrung nicht überleben. Zweitens ist die Lebensspanne der Menschen im Kaliyuga relativ kurz; sie reicht nicht aus, um den Yoga der Weisheit (jnánayoga) zu praktizieren. Drittens ist es dem Menschen nahezu unmöglich, das Körperbewusstsein zu überwinden, das ihn beherrscht. Man sollte die Ebene erreichen, auf der man das yogische Gleichgewicht der höchsten Weisheit (jnána) erreicht, wo der Mensch erkennt, dass alle körperlichen Pflichten von der Geburt bis zum Tod nicht zu ihm gehören. Nur sehr wenige sind dafür qualifiziert, diese Ebene der Weisheit zu erreichen. „Nur einer unter Tausenden strebt danach, mich zu erlangen. Unter diesen gelingt es nur einem, mich wirklich zu erkennen“, sagt die Bhagavadgita. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 33  

ZITAT DES TAGES (27. August 2021)

Solange man sich mit Gott und weltlichen Angelegenheiten befasst, sollte man zu Gott beten und zugleich seine Pflichten in der Welt erfüllen. Anfangs lösen karmische Angelegenheiten jede Menge Verwirrung aus. Je näher man Gott kommt, desto mehr verringert sich das eigene Karma. Schließlich erreicht man Loslösung von Karma und die Vereinigung mit Gott (samádhi). Nach dem Erreichen von Samádhi bleibt der physische Körper des Menschen nicht bestehen. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 33  

ZITAT DES TAGES (26. August 2021)

Da ihr aus der Natur (prakriti) hervorgegangen seid, könnt ihr Karma nicht vermeiden. Jeder muss sein Karma auf rechte Weise ausführen. Ihr solltet eure Pflichten erfüllen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, um eure Rolle zum Wohl der Welt zu spielen. Ihr solltet darauf achten, nur Handlungen auszuführen, die ihr für wesentlich erachtet. Erblüht das Herz erst einmal in der Hingabe zu Gott, erreicht man von allein eine Ebene, auf der man frei von Karma ist. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 31  

ZITAT DES TAGES (25. August 2021)

Füllt euch zuerst mit Hingabe (bhakti) an; später kann man sich auf wohltätige Werke und Satsang einlassen. Wenn man in dieser Welt lebt, ist Handeln (karma) unvermeidlich; aber ihr könnt mit Tränen der Liebe zu Gott beten, er möge euch mit der notwendigen Stärke segnen, eure Pflichten furchtlos und ohne Erwartung einer Gegenleistung zu erfüllen. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 31  

ZITAT DES TAGES (24. August 2021)

Je mehr man zu Gott betet, desto mehr wird man Teil von ihm. Durch das Gebet zu Gott verschwinden die Wünsche des Menschen allmählich, und der Mensch verfängt sich nicht mehr in ihnen. Wer Datteln mag, kann Tamarinde nicht genießen. In diesem Kaliyuga hat Handeln (karma) ohne Hingabe zu Gott keinen Bestand. Handlungen ohne Hingabe sind wie eine Mauer ohne Fundament. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 31  

ZITAT DES TAGES (23. August 2021)

Der Weg des Handelns (karmayoga) ist der wichtigste Pfad, um diese Verhaltensregeln einzuhalten. Aber im Kaliyuga ist es unmöglich zu handeln, ohne die Früchte zu erwarten (nishkámakarman). Um sich mit Gott zu verbinden, ist aufrichtiges und hingebungsvolles Gebet geeigneter als Karmayoga oder der Weg der Weisheit (jnánayoga). Niemand kann seinem Karma entrinnen. All unsere Launen sind unser Karma. Sich vorzustellen: „Ich erfahre, ich denke“, ist ebenso Karma. Der Weg der Hingabe (bhaktiyoga) bedeutet, das eigene Karma zu verringern, indem man Gott verehrt. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 29  

ZITAT DES TAGES (22. August 2021)

Ist der Mensch erst einmal in der Schlinge materieller Annehmlichkeiten gefangen, wird er von den Gedanken in seinem Unterbewusstsein verfolgt. (…) Deshalb ist es notwendig, sich in der richtigen Gesellschaft aufzuhalten. Ein Papagei zum Beispiel übernimmt die Sprache seines Besitzers. Genauso säen wir in uns die Eigenschaften der Menschen, mit denen wir zusammen sind. So wie ein Dieb nicht in ein Haus eindringen kann, dessen Bewohner wach sind, kann kein schlechter Gedanke in den Geist eines Menschen eindringen, der in Bewusstheit lebt, und ihn seines Charakters berauben. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 27  

ZITAT DES TAGES (21. August 2021)

Der Mensch sehnt sich auf seiner Lebensreise nach materiellem Komfort, statt sich um die ewige Glückseligkeit (brahmánanda) zu bemühen, die in seiner Reichweite liegt. Er lässt sich von wertlosen materiellen Annehmlichkeiten verführen, verfängt sich im Netz der Illusion und geht zugrunde. Das gleicht den Ratten in einer großen Getreidekammer; sie werden von dem Geruch des Puffreises angezogen, der absichtlich dorthin gelegt wurde, um sie in die Falle zu locken. Sie geraten in diese Falle und verzichten auf die üppigen Körner draußen. Materielle Annehmlichkeiten gleichen dem Puffreis. (Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 25)  

ZITAT DES TAGES (20. August 2021)

Wenn der Mensch in diese Welt kommt, sollte er Gott zum Mentor und Wagenlenker seines Lebens machen. Nur dann kann der Neuling, der frisch in diese Welt gekommen ist, Gottes ewiges Königreich erreichen. So wie der Mensch eine Herberge braucht, um sich und seinen Besitz an einem neuen Ort unterzubringen, muss der Mensch von Anfang an bei Gott Schutz suchen. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 25  

ZITAT DES TAGES (19. August 2021)

Jeder Einzelne ist ein Neueintritt in diese Welt. Für Gott ist die gesamte Welt ein Gebäude. Jedes Land ist wie ein Zimmer in diesem Gebäude. Obwohl der Mensch in diesem Gebäude geboren wurde, ist er unfähig, die verschiedenen Räume in dem Haus zu sehen, und er kann nicht wahrnehmen, welche Gegenstände jeder Raum enthält. Wieso ist der Mensch unfähig, sein altes Heim zu erkennen? Allein der ewige Gott kann das Haus erkennen. Die Welt ist ein uraltes Gebäude, und wer die Erkenntnis über dieses Gebäude erlangt, ist ewig (sanátana); wer von diesem Bauwerk jedoch nichts weiß, ist ein Neuling (nútana). Nur mithilfe des ewigen Gottes kann der Neuling sich in das Ewige verwandeln. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 23  

ZITAT DES TAGES (18. August 2021)

Wenn wir die Eins kennen, sie an die erste Stelle setzen und beliebig viele Nullen anhängen, erhöht sich der Wert der Nullen. Diese Eins ist für den Menschen Gott selbst. Wenn wir die Nullen der Illusionen an Ihn reihen, ist es, als lege man Eisenspäne neben einen Magneten. Die Beziehung zwischen den Eisenspänen und dem Magneten ist wie die Beziehung zwischen Mensch und Gott. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 23  

ZITAT DES TAGES (17. August 2021)

Der Mensch hat zwei Arten von Tendenzen (samskára). Die eine ist das Wissen, das zur Befreiung verhilft (vidyá), die andere ist die Unwissenheit (avidyá), die den Einzelnen an die Welt (samsára) bindet. Während der Lebensspanne eines Menschen sind die beiden gleichwertig, wie ausgewogene Waagschalen. Wenn man eine davon vollkommen versteht, wird auch alles andere offenbar. Man sollte eine von beiden in ihrer Gesamtheit erfassen. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 23  

ZITAT DES TAGES (16. August 2021)

Diese aus sich selbst leuchtende Liebe wird auf der ganzen Welt durch verschiedene Religionen erkannt und bekommt durch die Namen Allah, Rama, Krishna, Brahma und Jesus Christus eine personifizierte Gestalt. Göttlichkeit mit Form ist Saguna. Göttlichkeit ohne Form ist Nirguna. Das eine ist nicht geringer als das andere. Beide sind eins. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 21  

ZITAT DES TAGES (15. August 2021)

Das Selbst ohne Liebe ist wie ein dunkler, verlassener Tempel. Solche Tempel sind Spielfelder für die Fledermäuse der negativen Eigenschaften. Jeder weiß um das Los solcher Tempel. Genauso ist für einen Gottergebenen (bhakta), der in Gott aufgehen möchte, Liebe allein von höchster Bedeutung. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 21  

ZITAT DES TAGES (14. August 2021)

Selbstlosigkeit ist die Wurzel und Grundlage eines rechtschaffenen Lebens. Losgelöstheit (vairágya) verstärkt sich mit dem brennenden Wunsch, das eigene innewohnende Göttliche zu erkennen. Das sehr kostbare menschliche Leben wird verschwendet, wenn man nicht versucht, das eigene göttliche Bewusstsein zu erkennen. Gottes Liebe, die weiter als der Himmel und tiefer als das Meer ist, zieht die spirituellen Schüler (shishya) in ihren Bann. Der Mond wird durch seine Strahlen erfahren, wir benötigen kein anderes Licht. So können auch die spirituellen Schüler Gott allein durch die frischen Strahlen seiner Liebe erfahren. Liebe, die sich nach Gottes Liebe sehnt, ist Hingabe (bhakti). Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 19  

ZITAT DES TAGES (13. August 2021)

Für ein Leben jenseits des Materialismus ist körperliche, geistige und spirituelle Kraft wichtig und unverzichtbar. Die Quelle spiritueller Kraft ist der Glaube: Glaube an sich selbst und Glaube an Gott. Stärke ist Verdienst (punya) und Schwäche ist Sünde (pápa). Das eigene Selbst zu vernachlässigen oder sich für einen Sünder zu halten, ist kein Zeichen von Rechtschaffenheit (dharma). Die Existenz des göttlichen Bewusstseins in sich zu leugnen und sich selbst als Sünder einzustufen, kann einen niemals zur Erkenntnis seiner innewohnenden Göttlichkeit führen. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 17  

ZITAT DES TAGES (12. August 2021)

Der Weg der Liebe und Hingabe (bhaktimarga) beinhaltet vollkommene Ergebenheit; er ist ein leichter und natürlicher Weg für den Menschen. Auf diesem Pfad kann der Gottergebene (bhakta) Gott als Vater, Mutter, Freund oder durch jede andere Art von Beziehung verehren. Gott ist verkörperte Liebe. Für alle, die Gott lieben, ist er das Lebenslicht. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 17  

ZITAT DES TAGES (11. August 2021)

Die Philosophie der Nondualität (advaita) ist die allerwichtigste Etappe auf dem Weg der Erkenntnis. Nondualität existiert jenseits von Verstand und Sprache und kann nur im Zustand der Einheit mit Gott (yogasamádhi) erfahren werden. Die eingeschränkte Nondualität (vishishtádvaita) hingegen kann mittels des Verstandes (mind) und Intellekts in Worten ausgedrückt werden. Das letztendliche Ziel des Lebens besteht darin, die eigene innewohnende Göttlichkeit zu erkennen. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 15  

ZITAT DES TAGES (10. August 2021)

Zwischen der eigenen Individualität und dem Gottesbewusstsein besteht ein unauflösliches Band. Allein das Gottesbewusstsein manifestiert sich in allen Lebensformen. Göttlichkeit und Gottesbewusstsein sind latent in jedem Lebewesen vorhanden. Sathya Sai Baba, Offenbarungen über das Sein, S. 15  

ZITAT DES TAGES

     

Gedanke für den Tag

Der Gedanke für den Tag mit inspirierenden Zitaten von Sathya Sai Baba.