Buße bedeutet nicht, sich in den Wald zurückzuziehen und von Früchten und Wurzeln zu leben. Tatsächlich kann ein solches Leben nur als ein Leben der Trägheit (tamas) und nicht der Buße (tapas) bezeichnet werden. Wahre Buße besteht in der Kontrolle der eigenen Gefühle, Gedanken, Worte und Taten, die aus reinen (sattvika), leidenschaftlichen (rasaja) und dumpfen (tamasa) Eigenschaften entstehen. Man sollte jederzeit Gott kontemplieren und Harmonie in Gedanken, Worten und Taten erreichen. Der allein ist ein edler Mensch, dessen Gedanken, Worte und Taten in völliger Harmonie sind. Lasst euch nicht  von Freud und Leid mitreißen. Die Bhagavadgita lehrt: Man sollte in Glück und Kummer, Gewinn und Verlust, Sieg und Niederlage gleichmütig sein. Man sollte seine Pflicht erfüllen und der Gesellschaft ohne Erwartung einer Belohnung dienen. Solch ein gleichmütiger Geisteszustand ist wahre Buße (sukha dukhe same kruthvaa labhaa labhou jaya jayou).

Sri Sathya Sai, 22. August 2000